Dienstag, 27. März 2018


Eilig, dringend und am besten sofort –
So erteilt ihr dem Stress eine Absage

Absage.

Vor ein paar Tagen haben wir eine Ausschreibung zugeschickt bekommen. Die geforderten Leistungen entsprachen voll unseren Kompetenzen, das Budget stimmte und auch der Kunde passte. Da wir bereits einen Auftrag zusammen abgewickelt hatten, wussten wir, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Es gab nur einen Haken: der Zeitplan. Das gesamte Projekt sollte innerhalb von 6 Wochen über die Bühne sein.  Komplett unrealistisch, selbst wenn wir nicht in laufenden Projekten gesteckt hätten.
Was haben wir getan? Wir haben uns nicht beworben. So einfach.


Nebenwirkungen.

Kennt ihr das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“? Wer auch immer das gesagt hat, war ein sehr weiser Mensch. Durch Zeitdruck entstehen Fehler. Uns fehlt dann nämlich einfach die Zeit zum Planen und Denken. Wichtige Informationen werden vergessen, Fakten nicht bedacht, notwendige Funktionen nicht eingeplant. Die Umsetzung wird unstimmig, unübersichtlich und unstrukturiert – das Ergebnis mangelhaft. Wollt ihr so eine Arbeit abliefern? Also wir nicht. Deshalb sagen wir nein zu solchen Aufträgen. Wir spielen da nicht mit. Wir bürden uns diesen Druck nicht auf. Wir wollen dem Kunden ein Ergebnis präsentieren, auf das wir stolz sind und zu 100% vertreten können.

Zeitdruck ist auch der natürliche Feind von Kreativität. Für Ideen braucht man Raum zum Spinnen und Fantasieren. Und das klappt nicht, wenn einem die Deadline im Nacken sitzt. Selbst wenn man so gut organisiert ist, ein Projekt innerhalb kürzester Zeit fehlerfrei abzuwickeln, das Ergebnis wird so nie außergewöhnlich sein.

Stress hat weitere negative Nebenwirkungen: Er macht uns gereizt und so entstehen schnell Spannungen. Arbeiten die Partner das erste Mal zusammen, machen sie es nach einem angespannten Projekt im schlimmsten Fall nie wieder. Kennen sich die Partner, wird eine gute Kundenbeziehung ziemlich auf die Probe gestellt. Auch dann besteht das Risiko, den Kunden zu verlieren.

Zeitdruck.

Zeitdruck entsteht oft von oben nach unten. Die Entscheider in den Firmen informieren ihre Mitarbeiter zu spät darüber, dass bestimmte Dienstleistungen benötigt werden. Die Mitarbeiter wenden sich erst kurz vor knapp beim Dienstleister und der soll es dann ausbaden. Aus „Wir haben dafür ja noch mehrere Monate Zeit!“ wird so schnell „Wir brauchen in zwei Wochen Ergebnisse!“.
Für alle Beteiligten bedeutet das dann Überstunden, Übermüdung und Überarbeitung. Bei manchen gipfelt diese Akkordarbeit dann im Burn Out. Ein ziemlich unsinniger Teufelskreis, oder? Und eigentlich kann er ganz einfach unterbrochen werden.

Teufelskreis.

Für Unternehmer ist es unabdingbar vorausschauend zu planen. Welche Aufgaben kommen auf uns zu? Für welche Leistung benötigen wir Hilfe? Wie wollen wir kommende Herausforderungen lösen? In welche Dinge müssen wir investieren, um mit der Branche Schritt zu halten?

Weihnachten, zum Beispiel, ist jedes Jahr zur gleichen Zeit. Trotzdem scheinen sehr viele Menschen davon überrascht zu werden. Firmenjubiläen sind auch schon viele Jahre im Vorfeld bekannt. Genaugenommen sind sie mit dem Tag der Unternehmensgründung vorhersagbar ;) Auch Messen und andere große Veranstaltungen finden oft an wiederkehrenden Terminen statt.
Warum fangen wir also nicht rechtzeitig an zu planen, Lösungen zu erdenken und Strategien umzusetzen? Warum fangen wir nicht rechtzeitig an zu kommunizieren? Stress ist in den meisten Fällen ein hausgemachtes Problem.

In gewisser Weise ist es respektlos, sich erst wenige Tage vor der Deadline an einen Dienstleister zu wenden. Wir alle arbeiten lieber geordnet, ruhig und in einem Maß, dass wir bewältigen können. Also liebe Unternehmer, geht fair mit euren Dienstleistern um, setzt euch rechtzeitig mit Ihnen in Verbindung und behandelt sie so, wie ihr auch selbst behandelt werden wollt. So könnt ihr diesen Teufelskreis unterbrechen. Und ihr werdet merken, dass auch ihr stressfreier arbeiten werdet.

Zeitmanagement.

Ein sehr wichtiger Faktor innerhalb einer Projektplanung ist ein sinnvolles Zeitmanagement. In der Regel fangen wir hier bereits an, uns Dinge schön zu reden, den Kunden beeindrucken zu wollen oder der Geschäftsführung entgegen zu kommen. Aber was bringt es, einen Zeitplan aufs Papier zu bringen, der von Beginn an vollkommen unrealistisch ist? Mit so einer Planung legt ihr dann schon den Grundstein für ein stressiges Projekt.

Versteht uns nicht falsch. Ein gutes Projekt braucht einen straffen Plan. Zeitdruck ist natürlich ein wichtiger Motivator. Er spornt uns an. Wenn aber von Anfang an absehbar ist, dass die Frist nicht eingehalten werden kann, wirkt er demotivierend. Wenn wir kein Licht am Ende des Tunnels sehen, fühlen wir uns hilflos und erschöpft.

Prinzipien.

Erarbeitet euch Regeln und Prinzipien für die Zusammenarbeit mit Kunden. Welche Bedingungen müssen einfach vorhanden sein, um dem Kunden eine Arbeit mit hoher Qualität liefern zu können? Haltet an diesen Prinzipien fest und lehnt zu enge Projekte ab.

In gewisser Weise ist dieses Vorgehen auch eine Erziehungsmaßnahme für eure Kunden. Kommunikation ist das A und O. Sprecht mit euren Kunden und erklärt Ihnen, welche Bedingungen für eine gute Arbeit erforderlich sind. Klärt Sie auch darüber auf, welche Folgen es hätte, das Projekt übers Knie zu brechen und warum ihr den Auftrag unter diesen Umständen nicht annehmen könnt. Und macht Ihnen auch klar, welche Vorteile es hat, die Qualität über die Quantität zu stellen. Ehrlichkeit zahlt sich über kurz oder lang immer aus. Die Kunden merken so, dass Sie euch vertrauen können, dass ihr das Wohl des Kunden im Auge habt und nicht den kurzfristigen finanziellen Gewinn. So legt ihr den Grundstein für eine gesunde und langfristige Kundenbeziehung.

Wir wissen, zu dieser Haltung gehört Stärke und Selbstvertrauen. Aber sie zahlt sich wirklich aus! Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass Kunden von ihren unrealistischen Forderungen zurücktreten und Verständnis zeigen, wenn man klar zu verstehen gibt, dass man unter den gegebenen (zeitlichen) Bedingungen, nicht zu einer Zusammenarbeit bereit ist. Geht also nicht einfach davon aus, dass die Vorgaben des Kunden in Stein gemeißelt sind. Ihr seid die Experten in eurem Job. Also klärt den Kunden auf und verhandelt Bedingungen, die für beide Seiten ein Gewinn sind.
Oft wird der hohe Druck auch nur künstlich erzeugt. In unserer Leistungsgesellschaft gehört das irgendwie zum guten Ton. Ihr habt allerdings die Wahl: Spielt ihr das Spiel mit oder macht ihr eure eigenen Regeln.

Es ist immer besser, etwas mehr Zeit für ein Projekt zu investieren und das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, als alles schnell über die Bühne zu bringen und sich dann über Fehler und Mängel zu ärgern. Im Nachhinein ist man sonst ewig mit Nachbesserungen beschäftigt und das Projekt zieht sich viel länger, als es mit einer realistischen Planung der Fall gewesen wäre. Natürlich entstehen dann auch höhere Kosten, als die, die vorab kalkuliert waren. Zeit und Geld können sinnvoller eingesetzt werden. Unser Rat: Zieht Qualität immer der Schnelligkeit vor.

Wir haben oft erlebt, dass der Kunde aus diversen Gründen einen sehr hohen Termindruck aufbaut. Wenn es aber um die nötigen Zuarbeiten geht, wird sich plötzlich sehr viel Zeit gelassen. Sooo eilig hat man es dann doch nicht. Zu einer zügigen Projektrealisierung gehören nämlich immer zwei. Also liebe Dienstleister, bürdet euch diesen Druck nicht auf. Erfahrungsgemäß stellt eine Projektrealisierung zu einem späteren Zeitpunkt kein wirkliches Problem dar. Die Welt dreht sich weiter. Und die Dinge brauchen eben ihre Zeit.

Tipps.

Trotz fester Prinzipien und Kundenerziehung - Das Arbeiten unter Termindruck ist an der Tagesordnung. Wenn ihr euch ein paar Tipps zu Herzen nehmt, verliert ihr trotzdem nicht den Spaß an der Arbeit J

-        Regelmäßige Kommunikation

Die Partner sollten sich gegenseitig über den Stand der Arbeiten, fehlende Informationen und Zuarbeiten oder Veränderungen im Zeitplan informieren.

-        Meilensteine setzen

Teilt große Aufgaben in Teilschritte. Eure Zwischenerfolge machen Mut und verdeutlichen euch und dem Kunden das Vorankommen.

-        Klare Verantwortungen

Legt von Beginn an fest, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Benennt auch feste Ansprechpartner, um die Kommunikation zwischen beiden Partnern effektiver zu gestalten.

-        To-Do Listen

Schreibt euch täglich To-Do Listen, um strukturiert arbeiten zu können. Setzt dabei auch Prioritäten. Wenn ihr wisst, was zu tun ist, könnt ihr jeden Tag direkt loslegen und spart Zeit.

-        Pausen einplanen

Bei all der Arbeit dürft ihr euch selbst nicht vergessen! Plant regelmäßige Pausen ein, um wieder neue Energie zu tanken. So vermeidet ihr Fehler, die durch fehlende Konzentration entstehen. Dazu gehört auch regelmäßiges essen und ausreichend Schlaf.


Wir hoffen, wir können euch durch unsere Worte etwas Last von den Schultern nehmen. Denkt immer daran: Arbeit ist das halbe Leben. Nicht das Ganze. Also achtet auf euch, hört auf euren Körper und tut hin und wieder etwas für die Seele.

Eure perlenmädchen

Dienstag, 27. Februar 2018

Erfolgreich bewerben – So hinterlasst ihr Eindruck


Im letzten Monat habe ich als freie Dozentin für die IHK Potsdam Vorträge an Brandenburger Schulen gehalten. Diesmal ging es um das Thema Bewerbung. Eine gute Gelegenheit, den jungen Menschen etwas Lebensweisheit mit auf den Weg zugeben.
Wer die perlenmädchen kennt, weiß, dass wir nicht viel von Standards und steifen Vorgaben halten. Besonders wenn es um Bewerbungen geht. Schließlich will man sich den Arbeitgebern als einzigartiges Individuum präsentieren. Ihr wollt doch aus der Masse der Bewerber herausstechen, oder?

Leider ist es an den Schulen gängige Praxis, den Jugendlichen leblose Schablonen-Bewerbungen einzutrichtern. Während meines ehrenamtlichen Bewerbungstrainings für Schüler der 10. Klasse erlebe ich das immer wieder. Fast 90% aller von mir geprüften Bewerbungen beginnen mit demselben Satz: „Mit großem Interesse habe ich gelesen…“
Wie sollen sich die Personaler ein Bild von euch machen, wenn ihr Alle vergleichbare Bewerbungen abgebt? Das einzige, was sich unterscheidet, ist oftmals nur das Foto, das vorne auf der Mappe klebt. In meinem Vortrag habe ich den Schüler geraten, da etwas unkonventioneller ran zu gehen… Aber der Reihe nach.

Die Selbstfindung

 Quelle http://mind-hack.de/
Bevor ihr euch irgendwo vorstellt, solltet ihr wissen, wer ihr seid! Vor der Bewerbung steht der Prozess der Selbstfindung – denn ohne ein Ziel rennt ihr rum, wie ein Huhn ohne Kopf.
Ihr müsst lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Bisher war es ja so, dass ihr für Folgsamkeit belohnt wurdet. Die Lehrer sagen euch, was ihr wie zu machen habt. Wer spurt bekommt gute Noten. Bei einer so wichtigen Entscheidung, wie eurer beruflichen Zukunft, dürft ihr allerdings nicht ausschließlich auf eure Eltern oder Lehrer hören. Ihr seid Individuen. Keine Roboter. Also lasst euch nicht fremd steuern.

Niemand kennt euch so gut, wie ihr euch selbst. Entdeckt also eure Stärken und Schwächen, probiert euch aus und sammelt Erfahrungen. So entwickelt ihr nach und nach eine Vorstellung von eurer beruflichen Zukunft.
Euer Ziel sollte es sein, glücklich zu werden. Und glücklich werdet ihr nur, wenn ihr etwas tut, das euch erfüllt. Veränderung und Innovation wird durch Arbeitnehmer erreicht, die Spaß an ihrem Beruf haben, die Mitdenken und über den Tellerrand schauen. Durch Leidenschaft im Job werdet ihr zu wertvollen Mitarbeitern. Wer seine Arbeit liebt wird beruflichen Erfolg haben. Ein Karriere-Aufstieg wird so viel wahrscheinlicher.

Wer seine Berufswahl anhand seiner Leidenschaften und Talente trifft, wird seine Lehre sehr wahrscheinlich nicht abbrechen. Nehmt euch also die Zeit, euch selbst zu entdecken, bevor es in den Bewerbungsprozess geht. So seid ihr schneller am Ziel und verschwendete eure Lebenszeit nicht mit unzähligen Fehlversuchen.

Die Bewerbung


Jetzt kann es endlich um die eigentliche Bewerbung gehen. Das Wichtigste: Seid kreativ und individuell! Eine Bewerbung ist im Endeffekt Werbung für euch selbst. Also stellt euer Licht nicht unter den Scheffel, sondern zeigt was in euch steckt!
Schließlich wollt ihr auffallen und nicht so schnell wieder vergessen werden. Also seid ungewöhnlich, unkonventionell und „laut“. Das Gute ist, dass ihr durch Ideenreichtum und Leidenschaft sogar ein paar Schwächen aufwiegen könnt.

Konzept


Wie geht man so eine Bewerbung aber am besten an? Alles startet mit der Recherche. Informiert euch detailliert über das Unternehmen eurer Wahl und schmiedet dann einen Plan. Ihr braucht quasi ein Konzept. Es geht nämlich nicht darum, um jeden Preis aufzufallen. Eure Vermarktungsidee (für euch selbst) muss zum Unternehmen und zu eurer angestrebten Position passen.
In sehr konservativen Branchen, reichen schon kleine Abweichungen vom Standard, um aufzufallen. In anderen darf und sollte man hingegen schon mehr auf den Putz hauen ;)

Ihr bewerbt euch zum Beispiel, in einem Restaurant? Wie wär‘s dann mit einer Bewerbung in Form einer Menükarte? Oder bewerbt ihr euch in einem Schuhgeschäft? Dann könntet ihr eure Unterlagen in einem Schuhkarton verschicken.

Wir empfehlen euch auch, auf das ganz klassische Bewerbungslayout zu verzichten. Schon klar – nicht jeder von euch ist ein (Hobby-)Grafiker. Im Internet findet ihr aber viele kostenfreie Vorlagen, die ihr nur noch für eure Zwecke anpassen müsst.

Noch ein Tipp: Greift doch das Corporate Design (Farben, Formen, Schriften, Logo) des Unternehmens auf, bei dem ihr euch bewerbt! So demonstriert ihr gleich, dass ihr euch informiert habt und den Job auch wirklich wollt.

Quelle https://karrierebibel.de/deckblatt-bewerbung/Ihr habt eine kreative Leitidee und ein Design? Super! Dann geht’s jetzt um die Umsetzung. Eure Bewerbung sollte ein Deckblatt, ein Anschreiben, einen Lebenslauf und relevante Anlagen, wie Zeugnisse, Praktikumsbeurteilungen und Arbeitszeugnisse beinhalten.

Deckblatt


Auf das Deckblatt gehört ein nettes Foto von euch sowie euer Name und eure Kontaktdaten. Den Begriff „Bewerbung“ und die Position, auf die ihr euch bewerbt, solltet ihr ebenfalls vermerken. Gebt hier auch an, welche Dokumente eure Bewerbung enthält (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen, Arbeitsproben etc.).

Außerdem könnt ihr einen Slogan oder Leitspruch für euch erfinden, der euch oder eure Fähigkeiten auf den Punkt bringt. Seid kreativ!

Anschreiben 

Quelle https://karrierebibel.de
Schreibt erstmal von der Leber weg. Anpassungen und Korrekturen kommen später. So entsteht ganz intuitiv ein individueller Text. Verwendet bloß keine Standardphrasen!
Aller Anfang ist schwer. Der erste Satz sollte bereits ein Knaller sein! Ihr könnt zum Beispiel Anforderungen aus der Stellenausschreibung aufgreifen, ein Lebensziel von euch benennen oder direkt eine Verbindung zum Unternehmen herstellen.
Macht euch in eurem Anschreiben nicht kleiner als ihr seid, aber tragt auch nicht zu dick auf. Bleibt einfach ehrlich. Stellt eure Stärken raus, aber gebt auch Schwächen zu.
Lasst unbedingt erkennen, dass ihr euch mit dem Unternehmen beschäftigt habt. Warum wollt ihr ausgerechnet bei diesem Arbeitgeber anfangen? Erklärt, warum ihr ein Gewinn für das Unternehmen seid.

Arbeitet auch Aufzählungen in euer Schreiben ein. So setzt ihr einen besonderen Fokus, zum Beispiel bei der Benennung eurer Fähigkeiten.
Ist der Rohentwurf geschrieben, geht es an die Korrektur. Streicht Füllwörter heraus, kürzt umständliche Formulierungen und vermeidet Konjunktive. Auch die Rechtschreibung muss am Schluss stimmen.
Um euer Anschreiben lebendig zu gestalten, sollte ein weiteres Foto von euch nicht fehlen. Achtet darauf, dass euer Anschreiben maximal 2 A4 Seiten umfasst.

Lebenslauf 

Auch für den Lebenslauf gilt: Ehrlich sein! Keine Übertreibungen oder falsche Angaben. Beim Layout dürft ihr wieder kreativ werden. Nutzt zum Beispiel kleine Icons zur Darstellung der einzelnen Bereiche oder Balkendiagramme zur Veranschaulichung eurer Fähigkeiten (siehe Beispielbild). Im Lebenslauf solltet ihr nur für die Stelle relevante Angaben machen. Lasst alles andere weg. Aktuelles nach oben!
Auch im Lebenslauf darf ein nettes Foto von euch nicht fehlen. Es sollte sympathisch und locker wirken. Mit steifen Pose und eingefrorenem Lächeln könnt ihr niemanden vom Hocker reißen. Ein guter Fotograf weiß das und bringt garantiert eure Schokoladenseite hervor :)
Muss man sich wirklich mit einem Foto bewerben? Darüber gibt es ja hitzige Diskussionen. Wir sind der Ansicht: Ja! Bei der „Werbung“ für eure Person entscheidet die Optik einfach mit. Wer sich ohne Foto bewirbt hat sofort einen Wettbewerbsnachteil.

Anlagen


Anlagen sollten bei eurer Bewerbung nicht fehlen. Dazu gehören Zeugnisse, Empfehlungsschreiben, Praktikumsbeurteilungen oder Arbeitszeugnisse und natürlich Arbeitsproben. Ihr wollt den Job wirklich, wirklich haben? Dann beweist es! Macht mehr als ihr müsstet und erarbeitet zum Beispiel Arbeitsproben, die für den Job relevant sind. Wer noch keine Berufserfahrung hat, kann auch seine Lehrer, Trainer oder Vereinsmitglieder darum bitten, ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Lasst erkennen, wie sehr ihr die Stelle wollt. Die aktuellsten Anlagen solltet ihr nach oben legen.

Tipps zur Online Bewerbung


Achtet unbedingt auf die gewünschte Bewerbungsform (Mail oder Post). Oftmals wird die Zusendung euer Unterlagen per Mail verlangt. Bei einer Online-Bewerbung solltet ihr einiges beachten:

  • Anhänge insgesamt nicht größer als 5 MB (zur Verkleinerung der PDFs könnt ihr kostenlose Onlinedienste nutzen)
  • Sinnvolle Benennung der Dateien
  • Bewerbungsunterlagen innerhalb einer Datei zusammenfügen (hierfür könnt ihr kostenlose Onlinedienste nutzen)
  • Auf die Reihenfolge der Unterlagen achten (Anschreiben und Lebenslauf zuerst, dann die Anlagen, Aktuelles nach vorn)
  • Trennblätter für Anlagen sind ggf. sinnvoll („Zeugnisse“, „Beurteilungen“)

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Euch sollte klar sein, dass ihr von den Personalern gegoogelt werdet. Also haltet euren digitalen Fußabdruck im Auge und wischt auf euren Social Media Profilen ggf. mal wieder durch…

Das Vorstellungsgespräch


Eure Bewerbung ist gut angekommen und ihr wurdet zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Wunderbar! Jetzt geht es darum, persönlich zu überzeugen.
Der erste Eindruck ist sehr wichtig. Bereitet euch also gut auf das Treffen vor. Studiert nochmal eure Informationen zum Unternehmen und merkt euch ein paar wichtige Fakten, die ihr dann wie zufällig während des Gesprächs erwähnen könnt. Bereitet euch außerdem Fragen vor, die ihr im Gespräch stellen könnt. So demonstriert ihr euer Interesse.
Überlegt euch, welche Fragen wahrscheinlich gestellt werden und bereitet ein paar Antworten vor, zum Beispiel zu euren Stärken und Schwächen.
Last but not least: Arbeitet an eurer inneren Einstellung. Redet euch nicht ein, dass ihr den Job so wie so nicht bekommt, sondern seid optimistisch. Man wird die positive Energie spüren!

Folgendes solltet ihr dabei haben:

  • Eure Bewerbungsunterlagen
  • Notizblock und Stift
  • Eure vorbereiteten Fragen

Und natürlich gibt es noch ein paar Basics zu beachten. Seid unbedingt pünktlich, besser sogar überpünktlich. So könnt ihr euch vor dem Gespräch nochmal kurz in eure Unterlagen vertiefen. Achtet auf angemessene Umgangsformen und seid höfflich.

Auch eure Kleidung spielt eine Rolle. Sie sollte angemessen sein, aber auch authentisch. Wenn ihr euch bei einem Handwerksbetrieb bewerbt, ist es zum Bespiel vollkommen unnötig im Anzug zu erscheinen. Begeht bloß nicht den Fehler, euch zu verkleiden! Seid ihr selbst. Ihr müsst euch in eurer Haut wohlfühlen. Das wird man euch ansehen.
Während des Gesprächs solltet ihr eurem Gegenüber in die Augen schauen und auf eine aufrechte Körperhaltung achten. Und vergesst nicht euer Handy auszuschalten ;)

Jetzt bleibt uns nur noch, euch viel Glück zu wünschen! Wir hoffen, ihr findet euren Traumjob. Aufgeben ist übrigens keine Option ;)

Eure perlenmädchen

Mittwoch, 31. Januar 2018

Meine Zeit im Perlenland


Vorstellung


Hallo zusammen, mein Name ist Tamina, ich bin 15 Jahre alt und besuche die 9. Klasse des städtischen Gymnasium Wittstocks.
Als ich erfuhr, dass wir ein Schülerpraktikum vom 22.01. bis zum 01.02.2018 absolvieren sollten, stellte ich mir die Frage: Wo? Ich wollte in Richtung Kreativität gehen, wobei es hier in Wittstock wenige Agenturen gibt, die Praktikanten aufnehmen und etwas Kreatives machen.
Nach langem Suchen fand ich im Internet die Seite der Agentur perlenmädchen und war sofort begeistert. Die Website war ansprechend und kam sehr kreativ rüber. Es stand fest - hier wollte ich mein Praktikum absolvieren. Also vereinbarten wir ein Gespräch. Während des Vorstellungsgespräches erfuhr ich eine Menge interessanter Dinge über die Agentur und war begeistert. Ich war mir sicher, hier wird es mir gefallen.


Meine Erlebnisse als Praktikantenperle


An meinem ersten Tag war ich pünktlich um 10 Uhr bei Nadine, wo wir zusammen meine Aufgaben klärten, die Woche besprachen und meinen Computer einrichteten. Nachdem das geschafft war, durfte ich das erste Mal als Praktikantenperle auf Facebook ein Bild posten und mich kurz vorstellen.

Eine meiner Aufgaben war es, für die Social Media-Perlen zu recherchieren, was mir sehr viel Spaß machte. Zwischendurch schickte Nadine mir ein Unternehmenskonzept zum Restaurant Seestern, in das ich mich als Vorbereitung auf den nächsten Tag einlesen sollte. Bevor mein erster Tag zu Ende ging, gingen Nadine und ich die Vorträge durch, die sie am Mittwoch in Rathenow halten sollte. Ein sehr spannender erster Tag.
Am Dienstag arbeitete ich vormittags von Zuhause aus. Am Nachmittag kam Frau Ahlemann, die Chefin des Restaurants Seestern in Arendsee, um zusammen mit Nadine das neue Konzept zu besprechen. Während des Gespräches führte ich Protokoll.


Am Mittwoch ging es für uns nach Rathenow an das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium. In einem Seminarkurs der 11. Klasse hielt Nadine einen Vortrag zum Thema Bewerbung. Als Dankeschön bekamen wir ein kleines Souvenir der Schule. Auf dem Weg nach Hause postete ich einen Beitrag auf Facebook über unseren Besuch in Rathenow. Der Tag war sehr spannend und ich habe viel für später dazu gelernt.

Am Donnerstag besprachen wir zuerst die von uns erdachte neue Social Media Rubrik "Kreative Köpfe", zu der ich schon einiges recherchiert hatte. Wir beschäftigten uns ebenfalls mit dem Konzept für eine Imagekampagne der Stadtwerke Neuruppin und ich packte schon mal das Geschenk für den 50. Geburtstag vom Sparkassenvorstand Markus Rück ein, zu dessen Geburtstag wir am kommenden Donnerstag eingeladen waren. Da ich für die Schule einen Praktikumshefter mit vielen verschiedenen Daten zum Unternehmen erstellen musste, besprach ich diese Themen mit Nadine und stellte meinen Hefter in diesen Rubriken fertig.





Am Freitag war ein recht entspannter Tag. Ich überarbeitete meine Recherchen für die Social Media Perlen und wir besprachen die kommende Woche. Die restliche Zeit arbeitete ich an meinem Praktikumshefter weiter. Die Woche war sehr erlebnisreich und hat mir sehr viel Spaß gemacht.


 











Am 29.01.2018 
ging es gleich um 10 Uhr nach Rheinsberg zum Getränkemarkt Friedrichquelle, um einen Auftrag zu besprechen. Nach der Mittagspause ging es zu den Stadtwerken in Neuruppin, um das Konzept zur neuen Imagekampagne zu besprechen. Der Tag war sehr anstrengend, hat aber wie erwartet sehr viel Spaß gemacht.

Am Dienstag beendete ich meine Arbeit an den Social Media Perlen und wir schickten die Ideen an Gitte, die die Entwürfe anfertigt. Wenn alles fertig ist, bekomme ich die Grafiken zugeschickt. Darauf freue ich mich jetzt schon!


Am Mittwochvormittag waren wir zu einer Besprechung bei der LaGa GmbH in Wittstock. Wir besprachen den Inhalt des Newsletters und die verschiedenen Social Media Accounts der LaGa. Es ist sehr interessant, was da alles los ist. Auf dem Bild seht ihr Nadine und mich vor dem LaGa Gebäude. Nachmittags habe ich meine Mitschriften in den Laptop eingetragen und anschließend meinen Praktikumshefter beendet.

Am Donnerstag geht es für uns nach Neuruppin zur Geburtstagsfeier vom Sparkassenvorstand Markus Rück. Danach treffen wir uns mit der edv plan GmbH und besprechen die Website von Rheinsberg. Ich bin schon sehr gespannt wie mein letzter Tag wird.

Fazit

Meine zwei Wochen bei den perlenmädchen waren super spannend und interessant. Ich habe viel für die Zukunft gelernt. Ob ich später wirklich in die Richtung Medien und Marketing gehe, bleibt noch offen. Aber dass ich etwas Kreatives machen möchte, steht eindeutig fest.

Dienstag, 28. November 2017

Auf der Suche nach Frischfleisch
Tipps für erfolgreiches Azubi-Marketing

Der Griff an die eigene Nase

„Wir würden ja gern junge Menschen ausbilden, aber wir finden einfach keine geeigneten Bewerber!“ Solche Sätze hört man sehr oft aus den Mündern der Unternehmer. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft werden die Schüler heute tatsächlich eher in Richtung höhere Bildung (sprich Studium) getrimmt.

Die IHK wirbt für das Thema Ausbildung
Trotzdem liegt es nicht nur am fehlenden Nachwuchs, dass die Bewerber ausbleiben. Greift euch also zuallererst an die eigene Nase, liebe Unternehmer, und überlegt euch, warum euch die Bewerber fehlen. Mangelhafte Ausbildungsbedingungen, Fehler in der Kommunikation oder ein einfallsloses Azubi-Marketing sind ebenfalls nicht zu unterschätzende Faktoren.

Die IHK Potsdam hat das Problem seiner Unternehmer erkannt und zum Thema Azubi-Marketing ein außergewöhnliches Projekt entwickelt. In diesem fungieren die „Schüler als Unternehmensberater“. Sie besuchen Brandenburger Firmen, analysieren die dortigen Gegebenheiten und übergeben den Firmenchefs als Ergebnis ein Konzept mit wichtigen Denkanstößen, um das eigene Azubi-Marketing zu verbessern.

Und genau da kamen wir ins Spiel. In Form von Workshops und Vorträgen haben wir die Schüler im Vorfeld fit für ihre Aufgabe als Unternehmensberater gemacht und ihnen das richtige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben. Wir sind jetzt schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!
In den folgenden Absätzen haben wir für euch, liebe Unternehmer, die wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Azubi-Marketing zusammengefasst.

Warum Azubi-Marketing?

Richtig gute Azubis sind Mangelware. Das habt ihr sicherlich alle schon bemerkt. Viele Absolventen beginnen nach der Schule direkt ein Studium. Momentan gibt es mehr offene Azubistellen als Bewerber. Als Folge hat sich ein richtiger Kampf um die besten Bewerber entwickelt.

Denn der fehlende Nachwuchs zieht einen ganzen Rattenschwanz an Problemen nach sich. Wenn sich keine jungen Menschen mehr ausbilden lassen, nimmt der Fachkräftemangel weiter zu. Unternehmen haben immer größere Probleme offene Stellen zu besetzen. Der Altersdurchschnitt nimmt zu. Bei den Firmenchefs genauso wie bei den Arbeitnehmern. Auch das Thema Unternehmensnachfolge ist davon betroffen.

Ihr seht also: Unternehmen müssen in Azubi-Marketing investieren, um in Zukunft am Markt bleiben zu können. Wer sich nicht jetzt um guten Nachwuchs bemüht, muss sich bald mit existenzbedrohenden Problemen auseinandersetzen.

Unternehmen mit Kultur

Der Spieß hat sich also umgedreht. Das Zurücklehen und Warten auf die zahlreichen Bewerbungen ist vorbei. Jetzt sind die Azubis in der angenehmen Position, sich den besten Arbeitgeber herauszupicken. Die nackten Fakten, wie Gehalt, Urlaubstage und Arbeitszeiten sind schon längst nicht mehr die einzigen Entscheidungsfaktoren.

Neue Mitarbeiter und Azubis wollen ein Unternehmen, das zu Ihren Wertvorstellungen passt und für die gleichen Ideale steht. Es geht darum, auf gleicher Wellenlänge mit dem Arbeitgeber zu sein und sich durch ihn vielleicht sogar zu profilieren.

In der Unternehmenskommunikation sollte also die Persönlichkeit, die Kultur oder das Leitbild immer eine zentrale Rolle spielen. So entsteht außerdem eine Alleinstellung und Abgrenzung zum Wettbewerb. Sprecht also öffentlich über eure Leidenschaften, Ansprüche, Werte und Ansichten. Wichtig ist aber, dass eure Kommunikation glaubwürdig und authentisch ist. Schönmalerei fällt euch ganz schnell wieder auf die Füße.

Ein toller Nebeneffekt: Es werden sich nur Leute bei euch bewerben, die sich von euren Ansichten angesprochen fühlen. Unpassende Bewerber sortieren sich so wie von selbst aus.
Entwickelt also ein Leitbild, eine Unternehmenskultur. Die eigenen Mitarbeiter können sich so viel eher mit eurem Unternehmen identifizieren. Im besten Fall entsteht dadurch auch ein Gemeinschaftsgefühl unter euren Leuten. Der Zusammenhalt wächst.

Zufriedene Mitarbeiter sprechen außerdem gern positiv über ihren Arbeitgeber und werden somit zu perfekten Botschaftern, die die Werte eures Unternehmens auch in der Öffentlichkeit vertreten.

Ein guter Ruf muss her

Als Unternehmer seid ihr Teil der öffentlichen Wahrnehmung. Ob ihr wollt oder nicht. Das sollte euch bewusst sein. Achtet also unbedingt darauf, was die Medien oder die Bevölkerung so über euch sagt. Ein schlechter Ruf wirkt sich nicht nur schlecht auf die Kundengewinnung, sondern auch auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter aus.

Wer möchte schon gern für ein Unternehmen arbeiten, bei dessen Erwähnung alle Anwesenden plötzlich die Nase rümpfen?
Bei einem schlechten Image solltet ihr zuallererst auf Ursachenforschung gehen. Findet den Ursprung des Problems, dann könnt ihr es auch bekämpfen.

Zeigt öffentliche Präsenz, sucht den Kontakt zur Presse und engagiert euch für Themen, Vereine oder Einrichtungen, die euch am Herzen liegen. Außerdem solltet ihr Transparenz demonstrieren und es den Menschen ermöglichen, in eurer Unternehmen zu schauen. So schafft ihr es nach und nach eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erreichen. Die perfekte Basis, um auf die Suche nach neuem Personal zu gehen.

Das wertvollste Gut

Mitarbeiter sind das wichtigste Gut eines Unternehmens und sollten auch so behandelt werden. Die Wertachtung der eigenen Leute sollte gelebt und kommuniziert werden. Das Thema Mitarbeiterförderung spielt dabei eine wichtige Rolle. Eure Angestellten sollten die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und weiter zu qualifizieren. Das hat zwei Vorteile. Ein Unternehmen muss sich stetig entwickeln, um mit dem Marktgeschehen Schritt halten zu können. Denkt dabei zum Beispiel an das aktuelle Thema Digitalisierung. Durch Weiterbildungen für Mitarbeiter holt ihr frisches Knowhow ins Unternehmen.

Der zweite positive Effekt ist, dass eure Leute durch die Aufstiegsmöglichkeiten motivierter sind. Sie merken, dass es voran geht und ihre Leistung gebraucht wird. Sowas spornt unheimlich an.
Und was hat das jetzt alles mit den Azubis zu tun? Junge Menschen wünschen sich eine zeitgemäße und zukunftsfähige Ausbildung. Als modernes Unternehmen, das viel für seine Angestellten tut, macht ihr dann einen super Eindruck auf die Bewerber.

Die Wertschätzung der Mitarbeiter sollte sich natürlich auch auf eure Azubis beziehen. Leitet sie zu eigenverantwortlichem Arbeiten an, schenkt ihnen Vertrauen und gebt ihnen eigene Aufgaben und Arbeitsbereiche. Ihr solltet das Mitdenken eurer Angestellten belohnen und nicht bestrafen. Ansonsten formt ihr eure Leute zu kopflosen Robotern, die nur Dienst nach Vorschrift machen.

Die Auszubildenden müssen sich als Teil des Teams empfinden und nicht als Außenstehende. Gerade der Start kann da etwas holperig sein. Für die jungen Menschen beginnt mit der Ausbildung ein völlig neuer Lebensabschnitt. Oft sind sie das erste Mal weit weg von zu Hause und müssen ihr Leben plötzlich ganz allein bewältigen.

Als aufmerksamer Arbeitgeber solltet ihr die Eingliederung eurer Azubis so reibungslos  wie möglich gestalten. Bietet ihnen zum Beispiel Unterstützung bei der Unterbringung an oder erleichtert ihnen durch die Bildung von Fahrgemeinschaften den Weg zur Arbeit. Vielleicht zahlt ihr auch nur das ÖPNV Ticket. Möglichkeiten gibt es viele. Bietet euren Auszubildenden einfach an, dass sie sich gern an euch wenden können, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Das schafft von Anfang an ein wichtiges Vertrauensverhältnis.

Kreativ, authentisch und verständlich

Bisher haben wir uns nur mit den Bedingungen in euren Unternehmen auseinandergesetzt. Jetzt wollen wir uns endlich auf das Thema Marketing konzentrieren.
Bei eurer Werbung um neue Auszubildende solltet ihr euch immer in die jungen Menschen hineinversetzen. Habt ihr bereits Auszubildende? Dann bezieht sie in eure Überlegungen mit ein und fragt sie nach ihrer Meinung!

Die wichtigste Zielgruppe überhaupt sind die jungen Menschen. Macht euch das bewusst. Natürlich haben die Eltern auch einen starken Einfluss auf die Berufswahl des Kindes. Begeht dennoch nicht den Fehler, euch nur auf sie zu konzentrieren. Die Eltern sind nur eine Mittlerzielgruppe.
Wählt eine Tonalität, die zu eurer Firmenphilosophie aber eben auch zur jungen Zielgruppe passt. Wollt ihr eher auf Seriosität und Vernunft setzen und mit einer zukunftssicheren Ausbildung werben? Oder wollt ihr eher jung und unkompliziert wirken und wählt eine Kommunikation die mehr spaßorientiert ist? Beide Wege können zum Erfolg führen. Wichtig ist nur, dass eure Kommunikation authentisch ist und zu eurem Unternehmen passt. Der Einsatz einer falschen Tonalität kann Imageschäden und Unglaubwürdigkeit verursachen.

Wählt auch eure Texte und Formulierungen mit Bedacht. Wählt eine Sprache die die Jugendlichen verstehen und erschlagt sie nicht sofort mit eurem Fachchinesisch. Macht eher deutlich, dass ihr euch in sie hineinversetzen könnt.

Wir empfehlen euch bei der Entwicklung eurer Werbemotive auf Kreativität zu setzen. Emotionen und Interaktion sorgen für eine nachhaltige Erinnerung beim Empfänger. Außerdem ist Kreativität hoch ansteckend. Wer ungewöhnlich wirbt, muss keinen hohen Werbedruck ausüben. Die Menschen, die ihr durch eure Werbung berührt, werden selbst zu Werbeträgern. Sie teilen ihre Erlebnisse mit Freunden, Bekannten und der Familie. Besonders kleine Unternehmen ohne großes Werbebudget, sollten kreative Werbung nutzen.

Bezieht in eure Überlegungen zum Azubimarketing auch die allgemeine Beliebtheit oder Unbeliebtheit von Berufsbildern mit ein. „Irgendwas mit Medien“ wollen alle machen. Aber wie schafft ihr es Berufe attraktiv zu machen, die weniger in den Köpfen der jungen Menschen sind?
Habt ihr eure Leitidee gefunden, geht es jetzt darum die richtigen Werbemittel zu wählen und diese sinnvoll zu platzieren. Denkt auch hier wieder an eure Zielgruppe. Welche Medien konsumieren junge Menschen? An welchen Orten kommen Sie zusammen? Wer nur klassische Anzeigen in der Tageszeitung schaltet, muss sich nicht wundern, kaum Beachtung zu finden. Welcher Jugendliche liest schon noch die Zeitung? Auf diesem Weg erreicht ihr höchstens die Eltern und Großeltern eurer Zielgruppe.

Eure Werbung sollte breit gestreut sein. Setzt auf einen Mix an Werbemitteln und –kanälen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Achtet aber auf den richtigen Einsatz der Werbemittel. Jedes Werbemittel erfüllt einen eigenen Zweck und hat spezielle Talente. Nutzt sie entsprechend ihrer Begabungen und versucht nicht, sie zu etwas zu machen, das sie nicht sind. Umso effektiver ist ihre Wirkung. Mehr dazu erfahrt ihr hier.
Und ein letzter Tipp: Alle relevanten Informationen zur Ausbildung müssen für die Azubis leicht zugänglich sein. Am besten auf eurer Website. (Beispiel: Stadtwerke Neuruppin)
 Aber bietet auch zeitgemäße Kommunikationswege an, wie Messenger.

Wir freuen uns, wenn wir den ein oder anderen von euch zum Umdenken anregen konnten. Sprecht uns gern an, falls ihr Fragen zu diesem Thema habt.

Eure perlenmädchen

Dienstag, 24. Oktober 2017

Mein Praktikum bei den perlenmädchen


Hallo zusammen


Ich bin Luise Wöhlke, 14 Jahre alt und besuche die 10. Klasse des Evangelischen Gymnasiums Neuruppin. Meine Berufsvorstellungen sind noch nicht ganz ausgereift, bei ein paar Sachen bin ich mir jedoch schon sicher: Viel Kreativität und Abwechslung sind gefragt. Außerdem interessiere ich mich für Design und natürlich „Irgendwas mit Medien“.

Mein Praktikumsplatz


Nun stand also, wie in der 10. Klasse üblich, ein berufsorientiertes oder wie ich finde passender, -orientierendes Praktikum an. Doch wo gibt es schon in Neuruppin und Umgebung coole Betriebe der Design-Branche, noch dazu auf der Höhe der Zeit? Da würde ich meine Suche wohl bis nach Berlin ausdehnen müssen, dachte ich. Das Gegenteil jedoch bewies die Website der Perlenmädchen, mit ihrer geradezu verbotenen pink-lila Kombi.
Als ich darauf stieß wusste ich sofort: Hier wollte ich mein Praktikum machen. Auch, wenn die Werbeagentur in Wittstock liegt und nur aus zwei Personen besteht, hat sie alles, was den anderen fehlt: Ein Konzept, Social-Media-Präsenz und eine gehörige Portion Verspieltheit.


Das erste Treffen


Ich fragte telefonisch an, ob ein Praktikum möglich wäre und wurde prompt von Nadine Jürgen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Mir war's recht, so musste ich wenigstens keine Bewerbung schreiben! Dass so etwas auch Nadine nicht im Traum eingefallen wäre, wurde mir klar, als sie mich am Tag des Treffens, mit Batman-Ohrringen geschmückt, freundschaftlich begrüßte und direkt dazu einlud, sie zu duzen.
Außerdem erklärte sie mir, dass sie kein Büro besitzt, sondern von zu Hause aus arbeitet und das auch niemals vor zehn Uhr. Die Perlen-Agentur ist wohl in vielerlei Hinsicht keine normale Werbeagentur. Das erfuhr ich auch im weiteren Gespräch, in dem es angenehmerweise gar nicht darum ging, mich zu bewerben, sondern eher, mir den Betrieb vorzustellen. Nadine erklärte mir, dass sie auf ihrer Facebook-Seite viele Fotos teilen, mit denen sie eine Menge Aufmerksamkeit generieren.

Des Weiteren erfuhr ich, dass Gitte in Hamburg für die Grafiken verantwortlich ist, während Nadine Text und Konzept beisteuert. Dazu findet sie mit ihren Kunden zuerst gemeinsam heraus, was die beste Herangehensweise und dann, was das wirksamste Werbemittel wäre, anstatt sofort deren Vorstellungen umzusetzen. Zudem setzt sie viel auf Guerilla-Marketing, was sie mir auch anschaulich an vielen Beispielen zeigt, sodass ich am Ende des Gespräches nicht nur mit einem festen Praktikumsplatz, sondern auch mit jeder Menge Flyer, Karten und anderen Marketingideen nach Hause ging.

Meine Praktikumswoche


Als ich am Montag um 10 Uhr bei Nadine aufschlage, begrüßen sie und ihre Katze Mina aka. Minchen mich gleichermaßen herzlich. Dann nehmen wir uns einige Zeit für eine ausführliche Planung der Woche und knipsen ein Selfie für Facebook, mit dem ich mich unter dem Hashtag #praktikantenperle kurz vorstelle. Nun geht es an meine eigentliche Tagesaufgabe: Montagsmotivationen, Bildungsperlen und Schlauperlen für die Website und Facebook. Was das ist? Das solltest du hier flugs selbst herausfinden! Zusammengefasst könnte man aber sagen Inspirationssprüche und Büroweisheiten to go. Ich darf also meine eigenen Texte verfassen, die dann mit einem schönen Design hinterlegt veröffentlicht werden! Zunächst recherchiere ich jedoch eine Menge mit meinem Handy und um 16 Uhr ist auch schon Feierabend. So verlasse ich Nadines Wohnung mit einer positiven Einstellung für die nächsten Tage.


Am Dienstagmorgen geht es pünktlich um 10:15 Uhr geht es in Eigenarbeit mit den Social-Media-Kategorien weiter. Heute formuliere ich, kann auch alles gleich am Laptop niederschreiben und Nadine schicken. Diese bereitet gerade einen Vortrag zum Thema Azubimarketing vor. Den wird sie morgen halten und probt ihn deshalb schon mal durch. Am Ende gebe ich ihr Feedback und Verbesserungsvorschläge. Dann bereiten wir gemeinsam das Material für morgen vor.

Am Mittwoch treffen wir uns um 12 Uhr in Neuruppin bei EDV-Plan, einem Partner der Agentur und fahren dann zu den Stadtwerken. Dort holen wir den druckfrischen Kalender für 2018 ab, den die perlenmädchen entworfen haben. Wirklich schick geworden!



Nun geht es auf nach Falkensee zum Vicco von Bülow - Gymnasium. Die Schüler eines Seminarkurses dort werden bald als Unternehmensberater in Sachen Auszubildenden-Marketing tätig. Unsere Aufgabe ist es nun, die Schüler auf das Projekt vorzubereiten.
Der Vortrag ist anschaulich, mit vielen echten Werbebeispielen und kommt bei dem Kurs gut an. Sie arbeiten mit, interessieren sich besonders für Guerilla und stellen auch nach dem Vortrag noch viele Fragen. Am Ende bekomme ich  noch ein paar Kekse, die die Schüler dort sogar im (!!) Unterricht essen durften und Nadine werden Blumen geschenkt. Um 16 Uhr verabschieden wir uns, sodass wir um halb 6 wieder in Neuruppin ankommen.



 Am Donnerstag merke ich bereits morgens im Bus, wie mir langsam schlecht wird. Ich habe schon gar keine Lust mehr auf die bevorstehenden sechs Stunden, da steige ich zu allem Überfluss auch noch in den falschen Bus um. Doch für Nadine ist das kein Problem, sie holt mich gerne ab. Als wir um ca. 10:30 Uhr ankommen erzähle ich ihr von meinem schlechten Tag. Da verfrachtet sie mich sofort auf die Couch, bereitet mir flugs ein Tablett mit Keksen und heißem Kakao zu und nach ein paar Minuten geht es mir schon viel besser. So kann ich mich dank Nadine gleich an die Arbeit machen, meinen Blogartikel über mein Praktikum anzufangen.

Zwischendurch knobeln Nadine und ich noch an einem Satz, den wir für einen Flyer zeitlos formulieren müssen. Zeitlos, wie soll das denn gehen? Doch mit einiger Denkarbeit und viel Substantivierung kommen wir am Ende doch noch mit der deutschen Sprache auf einen Ast.

Am letzten Praktikumstag, dem Freitag, treffen wir uns mal um 9 Uhr (sooo früh ^^) da wir eine Besprechung mit einem Kunden haben. Ich schreibe gerade an meinem Text von gestern, da klingelt es bereits und Linda Otto steht vor der Tür. Sie betreibt die Ernährungspraxis Apfel und Eva. Diesen Namen hat die Perlenagentur, zusammen mit einem Konzept, vor ein paar Jahren mit ihr erarbeitet.

Nun steht der Aufbau einer Website an, für die sie bereits einen Plan entworfen haben, den es nun den Vormittag über zu besprechen gilt. Ich bin beeindruckt über die ungezwungene, freundschaftliche Weise, mit der Nadine auch mit ihren Kunden umgehen kann. Wir können Linda duzen und so entsteht eine angenehme Atmosphäre. 

Im Gespräch erfahre ich eine Menge über Sitemaps, Suchmaschinenoptimierung und noch vieles mehr. Ab und zu kann ich sogar meine eigenen Gedanken einbringen, zum Beispiel beim Thema Instagram. 

Als wir mit Allem fertig sind, hier und da ergänzt oder Änderungen vorgenommen haben und es doch wieder länger gedauert hat als gedacht, steht endlich das Grundgerüst. Wir plaudern noch ein wenig, dann verabschiedet sich Linda. 

In der restlichen Zeit kann ich an meinem Blogartikel weiterschreiben und dann darf ich am letzten Tag schon um 13:30 Uhr Schluss machen. Nadine lobt mich zum Abschied sehr für meine gute Arbeit und ich bekomme sogar ein Glas selbstgemachter Marmelade. :D 
Da ich ihr gern etwas zurückgeben würde, aber gerade keine Marmelade zur Hand habe, schicke ich ihr ein paar Tage später diesen hübschen handmade Traumfänger.


Fazit


Mein Praktikum bei den Perlenmädchen hat mir sehr gut gefallen. Nadine hat mich gut aufgenommen und sich auf einer Augenhöhe mit mir unterhalten. Wenn ich ein Problem hatte, war sie sofort zur Stelle und hat mich andersherum auch nach Hilfe oder meiner Meinung gefragt. 
Ich habe in der Zeit einiges über Marketing gelernt und auch angewandt. Weiterhin war ich bei einem Vortrag und einem Kundenmeeting dabei und konnte mehr einbringen, als ich es vorher für möglich gehalten hätte. 
Ich könnte mir auch vorstellen später einen Beruf in dieser Richtung zu wählen, da ich die Woche über durchgängig gutes Feedback erhalten habe. 
Es bleibt mir nur, mich darüber zu ärgern, dass eine Woche Praktikum natürlich viel zu kurz war.

Dienstag, 26. September 2017

Der Griff in die Werkzeugkiste
Wer die Wahl hat, hat die Qual - So findet ihr das richtige Werbemittel

Augen zu und durch?

Ein ganz normaler Arbeitstag im Büro. Mein Telefon klingelt. „Agentur perlenmädchen, Nadine Jürgen. Hallo!“ „Guten Tag! Mein Name ist Soundso und ich brauche einen Flyer.“ „Aha. Wieso denken Sie, dass der Flyer für Ihr Vorhaben das richtige Werbemittel ist?“ Kurze Pause. „Ähm….“

Ziemlich genau so beginnen bei uns die meisten Telefonate. Fast jeder neue Kunde fragt beim ersten Kontakt nach einem konkreten Werbemittel. Grundsätzlich ist daran ja auch nichts falsch. Schwierig wird es nur, wenn vor der Wahl des Werbemittels keine konzeptionellen Überlegungen angestellt wurden. Deshalb hinterfrage ich solche Wünsche immer direkt.

Vor einiger Zeit bat uns eine Existenzgründerin um Flyer. Sie erhoffte sich eine höhere Bekanntheit ihrer Physiotherapiepraxis. Ich fragte Sie: „Und wie kommen die Flyer zu den Menschen? Wer erfährt von Ihnen, wenn die Flyer auf Ihrem Tresen liegen? Diejenigen, die in Ihre Praxis kommen, haben Sie doch bereits wahrgenommen.“ 

Wir haben den Anspruch, dass unsere Arbeit einen spürbaren Effekt mit sich bringt. Unsere Werbung soll funktionieren. Sich aus dem Bauch heraus für ein Werbemittel zu entscheiden, ist wie ein blinder Griff in die Werkzeugkiste. Und damit hat man in den seltensten Fällen Erfolg.

Es werde Licht!

Vor der Wahl des Werbemittels steht immer das Konzept. Definiert zuallererst das Problem. Zum Beispiel: „Wir bekommen zu wenige Bewerbungen auf unsere Ausschreibungen.“
Aus diesem Problem lässt sich eine Zielstellung ableiten. Im Fall des vorherigen Beispiels könnte sie so lauten: „Wir möchten als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen werden und die Anzahl der Bewerbungen auf unsere Stellenausschreibungen erhöhen.“

Als nächstes solltet ihr eure Zielgruppe genauer unter die Lupe nehmen. Was sind das für Menschen? In welchen Lebenssituationen stecken Sie? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben sie? Welche Medien konsumieren sie? Gibt es Orte an denen diese Menschen zusammenkommen?
All diese Überlegungen sind nötig, um beurteilen zu können, welches die effektivsten Werbemittel sind, um eure Ziel zu erreichen. Wer genau weiß, dass er ein Bild an die Wand bringen will, kann in der Werkzeugkiste gezielt nach dem Hammer greifen. Ohne diese Vorarbeit wird das schwierig. Habt ihr schon mal versucht, mit der Kreissäge einen Nagel in die Wand zu schlagen?

Ein Konzept hilft euch außerdem dabei, eure Gedanken zu ordnen und auf den Punkt zu bringen. Versucht eure Werbebotschaft so kurz und prägnant wie möglich zu formulieren. Ist das geschafft, fällt es auch sehr viel leichter eine kreative Leitidee und ein Schlüsselmotiv dazu zu entwickeln. Wer es sich leisten kann, überlässt diese Arbeit einer Agentur.


Auf Talentsuche

Jedes Werbemittel erfüllt einen eigenen Zweck und hat spezielle Talente. Nutzt sie entsprechend ihrer Begabungen und versucht nicht sie zu etwas zu machen, das sie nicht sind. Umso effektiver ist ihre Wirkung.

Auffallen und einfangen - Plakate, Postkarten, Aufkleber, Anzeigen, Give-Aways etc.

Bei diesen Werbemitteln ist Auffallen Pflicht! Denn oftmals ist das Werbeumfeld sehr dicht. Wer mit seiner Botschaft wahrgenommen werden will, sollte auf Kreativität setzen.
Eine gute konzeptionelle Vorarbeit ist hierbei das A und O. Ziel und Botschaft sollten präzise formuliert sein.
Diese Werbemittel solltet ihr also nicht mit unzähligen Informationen vollstopfen. Konzentriert euch auf eine Kernaussage und verpackt diese in eine kreative Leitidee.
Der Informationsgehalt bleibt hier also sehr gering. Für weiterführende Informationen solltet ihr eure Kontaktdaten angeben und/oder auf eine Website verweisen.

Heiß machen auf mehr – Flyer, Prospekte, Newsletter/E-Mail etc.

Hier dürft ihr etwas konkreter werden. Diese Werbemittel können einen mittleren Informationsgehalt besitzen. Ihr müsst euch nicht mehr auf eine Kernbotschaft konzentrieren. Es ist trotzdem ratsam, sich auf ein Thema zu begrenzen.
Achtet darauf, eure Inhalte klar zu strukturieren. Eure Texte sollten verständlich und informativ sein. Nutzt solche Werbemedien dazu, eure Zielgruppe neugierig zu machen. Weckt die Lust auf mehr!
Denkt daran, für detailliertere Informationen auf eure Kontaktdaten und eure Website zu verweisen.

Überzeugende Details – Broschüre, Website etc.

Jetzt dürft ihr euch endlich auslassen! Das heißt aber nicht, dass ihr einfach drauf losschreiben solltet. Besonders bei Werbemitteln mit einem hohen Informationsgehalt, ist es schwierig sich nicht zu verzetteln.
Das Ziel solcher Medien muss es immer sein, abschließend zu überzeugen und eure Zielgruppe zur gewünschten Kauf-Handlung zu verhelfen. Die Interessenten haben jetzt nämlich die Endstation erreicht. Die anderen Werbemittel hatten die Aufgabe, die Menschen hier her zu lenken. Jetzt müsst ihr also auf den Punkt überzeugen!
Denkt bei der Wahl der Tonalität und den sprachlichen Formulierungen also unbedingt an eure Zielgruppe. Fachchinesisch ist hier in den meisten Fällen äußert unangebracht.

Die Mischung macht‘s

Jetzt liegt es an euch, das richtige Werbemittel für euer Vorhaben zu wählen. Wenn es euch nicht nur um die Kommunikation einer Botschaft geht, ist ein Mix an Werbemitteln empfehlenswert. So könnt ihr eure Zielgruppe nach und nach von eurem Angebot überzeugen.

In solchen Kampagnen sollte eine kreative Leitidee, also ein roter Faden klar erkennbar sein. Ein professionelles Branding bzw. Corporate Design sorgt für eine hohe Wiedererkennung und starke Verknüpfung der Kampagne mit eurem Unternehmen/eurer Initiative.

Investiert bitte immer ausreichend Zeit in die Konzeption. Wer gut plant, hat schon fast gewonnen ;) Bedenkt bei der Wahl eurer Werbemittel auch immer die Verteilung bzw. den Vertrieb. Was nützen euch teure Hochglanz-Broschüren, wenn diese keiner zu Gesicht bekommt?

Wir freuen uns wie immer über eure Gedanken, Erfahrungen und Feedback!


Eure perlenmädchen

Dienstag, 29. August 2017

10 Perlenregeln für gute Plakate


In den letzten Monaten hatten wir die Möglichkeit, mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler zusammenzuarbeiten. Für Sie haben wir unter anderem eine Plakatreihe zur Bundestagswahl 2017 entwickelt. Unsere Motive haben für einige Diskussionen gesorgt! In den sozialen Medien, aber auch im direkten Austausch mit den Wählerinnen und Wählern. Sogar im Satiremagazin extra3 wurden unsere Plakate aufgegriffen.

Diskussionen, öffentliche Aufmerksamkeit, Emotionen - genau das war unser Ziel. Was nützen Plakate, die niemandem auffallen, über die es nichts zu sagen gibt, zu denen man keine Stellung beziehen muss?
Wir denken, dass Werbung nur funktioniert wenn sie reibt. Der ideale Anlass also, um euch ein paar goldene Perlenregeln für gelungene Plakate  zu verraten.

1. Anvisiert: „Die Motive und Aussagen müssen zur Zielgruppe passen, die man erreichen möchte.“


Bevor es darum geht Ideen und Motive zu entwickeln, ist konzeptionelle Vorarbeit nötig. Ansonsten würdet ihr versuchen in völliger Dunkelheit ein Ziel zu treffen. Besonders wichtig: Definiert eure Zielgruppe!
Macht euch bewusst, wer diese Menschen sind, die ihr erreichen möchtet. Welche Themen interessieren sie? Wie sieht ihr Leben aus? Was soll eure Botschaft bei diesen Menschen auslösen? Welche Sorgen und Ängste haben sie vielleicht? Welche Gemeinsamkeiten verbinden sie und welche Unterschiede könnt ihr ausmachen? Es kann durchaus sinnvoll sein, eine größere Zielgruppe nochmals in Segmente zu unterteilen. So könnt ihr eine treffendere Kommunikation erreichen.

Imageplakat für die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin in Lindow (Mark) zum Thema Kundenbindung mit Filialmitarbeitern

2. Linientreu: „In einer Plakatreihe muss ein roter Faden erkennbar sein.“


Innerhalb euers Konzeptes zur Plakatreihe sollte eine Leitidee gefunden werden. Die Motive bauen sich im besten Fall aufeinander auf. Der Betrachter kann eure Plakate so besser wiedererkennen und eurer Kampagne zuordnen.






3. Weniger ist mehr: „Ein Plakat muss in Sekundenschnelle erfasst werden können.“


Plakate stehen größtenteils direkt an der Straße. Der Betrachter fährt an Ihnen vorbei, sodass er nur wenige Sekunden hat, um den Inhalt des Motives zu erfassen. Verzichtet deshalb auf alle überflüssigen Informationen und gestaltet euer Plakat so einfach und übersichtlich wie möglich.


4. Anecken: „Ein Plakatmotiv muss überraschend und unerwartet sein.“


Motive und Aussagen die Provozieren, bewusst verwendete Fehler, Stolpersteine und Unerwartetes ziehen die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich. Der Mensch ist sogar genetisch darauf programmiert auf Veränderungen im Alltag zu reagieren. In den Anfängen der Menschheit war diese Aufmerksamkeit nämlich überlebensnotwendig. In der heutigen Zeit sind wir von unzähligen Reizen umgeben. Belanglose Werbung erreicht niemanden.



5. Geschichten erzählen: „Ein Plakat muss so gestaltet sein, dass es den Blickverlauf der Betrachter lenkt.“


Wer ein Plakat gestaltet muss komponieren ;) Ihr solltet auf eine klare Hierarchie der Fixpunkte achten und die Augen der Betrachter bewusst lenken. Das erreicht ihr durch die Platzierung der Elemente, Farben und unterschiedliche Größenverhältnisse.
Wir können ein großes Plakat nicht auf einmal erfassen. Bestimmte Reize ziehen unsere Augen eher an. In der Regel schauen wir zuerst auf bunte Bilder. Dann auf die Headline, um die Botschaft entschlüsseln zu können. Erst danach suchen die Augen nach dem Absender der Botschaft.
Ihr kennt das vielleicht aus Comics. Wer eine Geschichte durch ein Bild erzählen möchte, muss die Aussagen in die richtige Reihenfolge bringen und Pointen setzen. Erst dann macht es „Klick“ und der Betrachter hat ein „Aha- Erlebnis“.

Plakat zur Gaspreis-Senkung der Stadtwerke Neuruppin

6. Klare Ansagen: „Eine Headline muss kurz und direkt sein.“


In der Regel sollte eine Headline aus maximal 5 Worten bestehen. Verwendet auf einem Plakat kurze Sätze. Verzichtet auf Schachtelsätze oder komplizierte Formulieren. In der Werbung wird die Sprache als Stilelement verwendet. Greift also ruhig zu sprachliche Mittel oder einer veränderte Satzstellung um euren Botschaft zu vermitteln.
Denkt bei eurer Wortwahl unbedingt auch an eure Zielgruppe. Es kann durchaus sinnvoll sein Umgangssprache oder regional gebräuchliche Formulierungen zu verwenden.


7. Im Fokus: „Zur Verbildlichung der Aussage sollte nur ein klares Motiv genutzt werden.“ 


Ein Plakat muss blitzschnell verstanden werden. Verwendet deshalb am besten klare und wenig detaillierte Bildmotive. Verwendet keine Wimmelbilder, Collagen oder Fotos ohne klaren Fokus. Der Betrachter muss sofort erkennen können worum es geht bzw. was beworben wird.


8. Lesbarkeit „Die Lesbarkeit eines Plakates darf durch die Gestaltung nicht beeinträchtigt werden.“


Was nützt das schönste Plakat, wenn die Botschaft dahinter nicht verstanden wird? Achtet bei der Auswahl der Farben auf eine ausreichende Kontrastwirkung. Wählt eine Schriftart, die aus großer Distanz noch gut erfasst werden kann. Eure Headline muss durch die gewählte Schriftgröße klar erkennbar sein.


9. Mit freundlichen Grüßen. „Der Absender der Werbebotschaft muss deutlich erkennbar sein.“


Werbung dient nicht nur der Unterhaltung und Bespaßung. Sie verfolgt immer eine klare Absicht und möchte beim Betrachter ein bestimmtes Verhalten auslösen (z.B. Kaufen, Wählen oder Umdenken). Kann eine Werbung vom Betrachter nicht mit einem Produkt, einem Unternehmen oder einer Initiative in Verbindung gebracht werden, hat sie dieses Ziel verfehlt.
Achtet also auf Größe und Position des Logos. Haltet euch gestalterisch auch unbedingt an das vorgegebene Corporate Design, um eine Wiedererkennung zu erreichen.

Imageplakat der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)

10. Ortsbezogen: „Die Gestaltung eines Plakates sollte immer auch den Standort mit einbeziehen."


Damit ein Plakat die volle Wirkung erzielen kann solltet ihr immer auch den Standort mit einbeziehen. Denkt dabei an eure Zielgruppe. Wo halten sich diese Menschen auf? An welchen Orten könnt ihr sie gesammelt erreichen. Im besten Fall spielt ihr mit eurem Motiv sogar auf den Standort des Plakates an und bindet diesen kreative in eure Botschaft ein.

Bildunterschrift hinzufügen
Plakatwerbung eines Bestattungsinstituts in einem U-Bahnhof


Wenn ihr unsere 10 goldenen Perlenregeln befolgt, kann das Ergebnis nicht allzu schlecht werden ;) Also nur Mut und ran an die Plakate! Wir freuen uns über eure Ergebnisse und Feedback.

Eure perlenmädchen